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Wort zum Tag

anstoss N funke  

Freitag, 20. Juli 2018

Ich will sie durchs Feuer gehen lassen und läutern, wie man Silber läutert, und prüfen, wie man Gold prüft. Dann werden sie meinen Namen anrufen, und ich will sie erhören. Sacharja, 73,9

Wer von uns möchte gerne durch ein Feuer gehen und so geläutert werden? Ich nicht! Da fehlt mir der liebende Gott. Gott - Mutter und Vater, die mit den Menschen leiden. Da fehlt mir Gottes Zuwendung zu den Menschen. Mit einem solchen Bild von Gott möchte ich mein Leben gestalten.

An einem Punkt jedoch kann ich diesen Satz von Sacharja verstehen, auch wenn ich andere Wörter dafür brauche:

«Läutern», bedeutet für mich, dass ich mich auseinandersetze mit meinem Glauben und meinem Leben und frage, was Gott mir sagen will. Zeiten einbauen, in denen ich stille werde, allein bin, durchatme, zu mir finde, zu Gott finde, das verstehe ich unter diesem Wort. Dann kann ich eine Beziehung aufbauen zum Gott des Lebens. Vielleicht ging es ja dem Propheten auch darum, nur hat er die Beziehung so formuliert, dass Gott einer ist, zu dem die Menschen finden, indem sie durch das Feuer gehen. Kommt der Ausdruck «für jemanden oder etwas durch das Feuer gehen» etwa von solchem Denken her? Sollen wir für Gott «durch das Feuer gehen»? Ich denke, es genügt, wenn ich versuche, die Stimme Gottes zu hören, und dadurch die Kraft bekomme, für gerechte Beziehungen unter den Menschen und die weltweite Solidarität «durch das Feuer zu gehen».


(bt)

 

 

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