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Wort zum Tag

anstoss gebote

Donnerstag, 23. November 2017

HERR, wenn ich an deine ewigen Ordnungen denke, so werde ich getröstet. Psalm 119,52

Chaoten, Anarchisten und Revolutionären stinkt die heutige Losung. Ich höre sie lamentieren. «Ewige Ordnung! Das ist doch Zementreligion pur. So beten Fundis.» Wirklich?

Dieser Vers ist tatsächlich ein Felsenwort aus einem Psalm, der ein regelrechtes Gebetsmassiv ist. Der längste Psalm ist voll des Lobes für das Gesetz. Und warum singt einer ein Loblied auf das Gesetz und preist es 176 Verse lang? Ist er nicht ganz bei Trost? Doch, ist er. Die ewigen Ordnungen - die Weisungen Jahwes - sind Worte, auf die man bauen kann, wenn alles andere zugrunde geht. Vermutlich ist genau das der Trost, den der Beter braucht. Vielleicht ist ihm alles um die Ohren geflogen, was ein erfolgreiches Leben ausmacht. Gesundheit weg oder Frau weg oder Geld weg. Vielleicht braucht dieser Beter Trost, weil er mit inneren und äußeren Feinden ringt. In seinem Gebet geht es jedenfalls zu wie im Gebirge, Rauf und runter. Er fällt und strauchelt. Er bittet um Weisheit, verliert und verirrt sich, steigt wieder auf höchste Gipfel und kommt zurück zum Wort, das Licht und Leuchte für seinen Weg ist. Wir Protestanten hören es nicht gern, aber für diesen Beter ist es sonnenklar. Es ist das Gesetz, das ihn tröstet!

Gott sei Dank haben wir diesen Psalm. Er lehrt uns die Freude am Gesetz und lehrt uns beten, wie Israel betet. Man muss schon blind sein, wenn man das Evangelium darin nicht hört.

"Öffne meine Augen, und ich will schauen die Wunder aus deiner Weisung.»

(bt)

 

 

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