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Wort zum Tag

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Donnerstag, 18. Januar 2018

Jesus Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. Epheser 2, 17

Der Brief an die Gemeinde in Ephesus ist wahrscheinlich einer, der als Rundbrief an alle christlichen Gemeinden in Kleinasien ging und deswegen allgemein, das heißt eben «ökumenisch» abgefasst war. Wir Heutigen betrachten Ökumene, also die Einigungsbestrebungen der verschiedenen Konfessionen, meist eher als eine moderne Erscheinung (seit der Gründung des Weltkirchenrats 1948 oder seit dem Konzil, also seit etwa 1963) setzt man sie an. Aber verschiedene Strömungen und damit Streit und Trennungen waren von Anfang an eine Begleiterscheinung - übrigens nicht nur des Christentums, sondern von Religion ganz allgemein. Es gibt eine beträchtliche Anzahl von Menschen, die sogar behaupten, Religion sei überhaupt schädlich - sie stifte nur Unfrieden.

Warum kann dieser Eindruck tatsächlich entstehen? Ganz klar, weil jede Religion auf Annahmen besteht, die nicht beweisbar sind, sondern geglaubt werden müssen. Und dann fallen die Meinungen und Überzeugungen eben sofort auseinander, ganz einfach, weil Menschen Verschiedenes annehmen und glauben. Die Wahrheit, die über allem steht, und die allein richtig ist, kennt niemand. Wir können nur ein Leben lang danach suchen.

Aber ich vertraue darauf, dass Gott uns Kriterien geschenkt hat, um im Einzelnen immer wieder ihre Spuren zu erkennen. Und ich bekenne, dass ich nirgends so viele davon gefunden habe wie in dem, was Jesus uns vorgelebt und verkündet hat. «Denn durch ihn haben wir beide (wir und die Fernen) einen Zugang zum Vater.» (Vers 18)

(bt)

 

 

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