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"Geistliche Kost konkret"

geistliche kost

Sieben geistliche „Appetithäpchen“

  1. Die Grundvoraussetzung für Gebet ist eine persönliche Beziehung zu Gott. Das kann aber nur möglich sein, wenn Sie Jesus Christus als Ihren Retter und Herrn angenommen haben. Jesus sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Einen anderen Weg zum Vater gibt es nicht"(Johannes 14,6). Nur durch Jesus Christus können Sie Gott als Ihren Vater erleben und Gemeinschaft mit ihm haben.
  2. Machen Sie sich, bevor Sie beten, bewusst, dass Sie jetzt mit Gott sprechen. „Gott ist Liebe", sagt die Bibel. Beides sollte Ihnen vor Augen stehen: Gottes Gegenwart und Gottes Liebe. Sie sprechen nicht irgendwohin, sondern mit ihm. Sie telefonieren nicht mit einem Gott, der viele Lichtjahre entfernt ist, sondern Sie reden mit dem Gott, der Sie „von allen Seiten umgibt".
  3. Sie dürfen damit rechnen, dass jetzt ein wunderbarer Prozess beginnt. Gebet verwandelt. Gottes heilende Liebe, berührt Ihr Herz, Ihren Charakter, Ihre Problemfelder. Die Bibel sagt: „Wir sehen mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit des Herrn. Dabei werden wir selbst in das verwandelt, was wir sehen, und bekommen mehr und mehr Anteil an seiner Herrlichkeit" (2. Korinther 3,18). Wenn Sie mit Gott im Gespräch sind, mit ihm reden und auf ihn hören, formt er Sie um.
  4. Danken Sie ihm für die zunächst dankenswerten Dinge und Ereignisse des Lebens. Sie werden eine Menge finden, wenn sie mit dem beginnen, was Ihnen gerade einfällt: Vergebung Ihrer Sünden, Befreiung aus einer Gebundenheit, klares Denken und sauberes Fühlen, Menschen, die Sie lieben. Sprechen Sie den Dank hörbar aus. Denken Sie nicht nur darüber nach, sondern sagen Sie es.
  5. Weihen Sie sich Jesus Christus neu und konkret für diesen Tag. Weihen Sie Jesus Christus alle Räume Ihres Geistes und bitten Sie ihn, dass er Sie neu mit seinem Geist erfüllt. Ihr Verlangen sollte ein „brennender Geist" sein: brennende Liebe zu Jesus und zu den Menschen, denen Sie heute begegnen. Weihen Sie Jesus Christus alle Bereiche Ihrer Seele: Ihr Denken, Ihre Phantasie, Ihr Gedächtnis, Ihre Konzentrationsfähigkeit. Stellen Sie ihm Ihren Willen zur Verfügung und bitten Sie darum, dass Ihr Wille mit seinem Willen in Harmonie ist. Auch Ihre Gefühle sollten Sie unter seine Herrschaft geben. Weihen Sie Jesus Christus Ihren Leib. Er ist ein „Tempel des Heiligen Geistes". Durch Ihr Herz will Gott lieben. Durch Ihren Mund will Gott sprechen. Durch Ihre Hände will Gott segnen. Sagen Sie Jesus Christus, dass Sie ihm auch heute zur Verfügung stehen.
  6. Nennen Sie Ihre Bitte, Ihre Wünsche, Ihr Verlangen konkret vor Gott. Dabei sollten Sie kein „Gebetsspringer" sein, der einmal das und dann wieder etwas anders vor Gott erbittet, ohne mit Erhörung zu rechnen. Bleiben Sie dran, bis Sie eine Antwort von Gott bekommen. Dabei ist es wichtig, dass Sie selber Ihre Bitte ernst nehmen. In diesen Gebetsbereich gehört auch die Fürbitte, das Beten für andere, für Familienangehörige, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn. Gerade im Bereich der Fürbitte können Sie ein brauchbarer Mitarbeiter Gottes werden.
  7. Vielleicht möchte Gott Sie für besondere Gebetsfelder gebrauchen, für Ihre Stadt, für Politiker, Wissenschaftler, oder andere prominente Persönlichkeiten. Vielleicht haben Sie einen Gebetsauftrag für Missionare oder Evangelisten oder für Ihr Land. Wenn Gott Ihnen hier eine besondere Gebetslast aufs Herz legt, dann tragen Sie das in Treue und Hingabe täglich vor Gott. „Genügt es wenn...?" Diese Frage wird Ihnen nicht mehr kommen. Gebet ist ein großes und unverdientes Vorrecht und sehr oft ein spannendes Abenteuer. Mit dem Beten kommt der Appetit. Lassen Sie sich neu dazu rufen.

Autor: Friedhold Vogel

in: Gemeinde-Erneuerung, Nr. 63, 1'97, S. 9. Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

 

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