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Wort zum Tag

anstoss N shma

Freitag, 30. Oktober 2020
Sechs Tage sollst du arbeiten, am siebenten Tage sollst du ruhen.
2. Mose 34,21

Jeweils am Freitagabend wünscht uns einer der Moderatoren des Schweizer Fernsehens ein wunderbares Wochenende. Darunter kann man vieles verstehen: Manche freuen sich aufs Ausschlafen, auf das Fußballspiel, viele nehmen lange  Staus in Kauf, um im einheimischen Süden Sonne zu tanken; manche haben eine Wanderung mit der Familie geplant! Einige freuen sich auf den sonntäglichen Gottesdienst.

Mit all dem hat der wöchentliche Sabbat im Judentum wenig zu tun. Der siebente Tag ist frei von jeglicher Arbeit, das Essen ist vorgekocht, das Auto bleibt in der Garage, man geht spazieren und besucht Freunde. Der Sabbat soll gerade nicht ein Kick im Wochenrhythmus sein, sondern die Zeit gleichsam anhalten und den Menschen zurückbinden an Gott. Es ist der Tag der Einkehr bei sich selbst, der mit Familie und Freunden gefeiert wird. Besonders der Beginn am Freitagabend, das Teilen von Brot und Wein, mit dem der Sabbat willkommen geheißen wird, verbindet die Gemeinschaft um den Tisch. Das Einhalten des Sabbats ist ein zentrales Gebot- die Menschen ruhen, weil Gott geruht hat nach der Schöpfung. Dafür preisen ihn die Menschen.

Unsere Meinung vom Sabbat ist von der Polemik Jesu mit den Pharisäern beeinflusst. Aber die Praxis einer regelmäßigen Zeit der körperlichen und seelischen Erneuerung kennt auch das Christentum.


 

 

 

  




 

 

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