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Judenburg, im November 2018

Liebes Gemeindemitglied!

Die Evangelische Pfarrgemeinde in Judenburg hat allen Grund zu feiern: vor hundert Jahren, am 13. November 1918, wurde die Gründung der selbständigen kirchlichen Gemeinde und somit die Trennung von der Pfarrgemeinde Knittelfeld vollzogen. Aus diesem Anlass wird das 100-jährige Bestandsjubiläum in der Judenburger Kirche, Oberweggasse 7, am Sonntag, den 18. November um 10 Uhr gefeiert. Mit diesem Schreiben möchten die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde Sie herzlich einladen, mit uns vor Ort mitzufeiern. Der Festgottesdienst mit dem neuen Superintendenten Mag. Wolfgang Rehner wird übrigens live im Internet übertragen und wie immer einige Wochen auch im Nachhinein auf www.evang-judenburg.eu abrufbar sein. Die Murauer Bürgergarde feuert im Anschluss an den Festakt auf dem Platz vor der Kirche eine Ehrensalve (General-de-Charge) ab - als Ehrenbezeugung für die Jubilarin.

Hundert Jahre – das sind in der Regel mehr als ein Menschenleben. Vor ein paar hundert Jahren hat sich im Zeitraum eines Jahrhunderts relativ wenig, wenn überhaupt etwas getan. In den letzten hundert Jahren hat sich unser Leben jedoch so rasant verändert, dass wir fast nicht mehr mitkommen, alles zur rechten Zeit zu verstehen. Diese Merkmale der Neuzeit treffen natürlich auch auf unsere Pfarrgemeinde zu: 1928 wurden die Kirche und das Pfarrhaus gebaut, 2003 wurde infolge gravierender Bauschäden ein neuer, moderner Kirchenbau errichtet, aus dem seit 2011 Gottesdienste per Internet übertragen werden – übrigens noch immer eine Pionierarbeit in der Evangelischen Kirche Österreich. Aber auch die Entwicklung einer säkularen Gesellschaft ging an der Pfarrgemeinde nicht spurlos vorbei: die Mitgliederzahl hat sich von fast 3000 in der Nachkriegszeit auf etwa 450 verringert. Sechs Pfarrer haben in der Geschichte der Pfarrgemeinde mitgewirkt – das ist relativ wenig, gelten angeblich viele Obermurtaler als recht eigenwillig. Dass sich die Gemeinde vor allem in der Gottesdienstgestaltung in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer offenen und einladenden, auf das Traditionelle verzichtenden entwickeln konnte, scheint diesem Klischee zu widersprechen.

Doch ein 100-jähriges Jubiläum sollte nicht nur eine Rückschau auf das Gewesene sein, sondern auch zukunftsorientiert eine Vorschau leisten, wohin der Weg in den nächsten Jahrzehnten führen könnte. Im Einzelnen können wir natürlich die Entwicklung der Pfarrgemeinde nicht voraussehen, würden aber diese gerne unter das Wort stellen, das bei der Grundsteinlegung 1928 urkundlich festgehalten wurde: „Die Zukunft (unserer Pfarrgemeinde, Anm.) steht in der Hand unseres himmlischen Vaters, dem wir hiermit (…) unsere ganze Gemeinde in herzlichem Vertrauen befehlen.“

Für das Presbyterium

Dr. med. Karin Fessl, Kuratorin                   MMag. Tadeusz Prokop, Pfarrer

 

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